Dialyseverein Lingen

Spitzwegerich

Spitzwegerich

Spitzfederich, Wegetritt

Plantago lanceolata, Plantaginis lanceolatae herba

Inhaltsstoffe:

Schleim- und Bitterstoffe, Kieselsäure, Gerbstoffe, Aucubin

Allgemeines:

Von den verschiedenen Wegericharten (großer, mittlerer Wegerich, Spitzwegerich) kommt in der Heilkräuterkunde dem Spitzwegerich die größte Bedeutung zu. Die „Mutter der Pflanzen“, wie der Wegerich in manchen Sprachbereichen genannt wurde, ist eine widerstandsfähige, unverwüstliche Pflanze, die buchstäblich noch auf den Ackerwegen, aber auch auf Wiesen im ganzen Lande wächst.

Der Wegerich ist altbekannt. Schon in Otto Brunfels (ca. 1484 bis 1534) berühmten Kräuterbüchern wird der Wegerich gar als Bann gegen die Pestilenz genannt. Nun, da es mit der Pest in unseren Breiten vorbei ist, muss der gute alte Wegerich den Wahrheitsbeweis glücklicherweise nicht mehr antreten. Wir nutzen den Wegerich heute ähnlich wie den Huflattich insbesondere als schleimlösende Droge.

Anwendung:

Bei Husten, ja sogar Keuchhusten und Bronchitis, wirkt der Spitzwegerich vor allem schleimlösend und den Hustenreiz lindernd. Zwei bis drei Tassen Tee täglich werden als Aufguss von je Tasse ein bis zwei Teelöffeln getrocknetem Kraut mit Honig gesüßt getrunken. Die erste Tasse ist früh nüchtern am wirksamsten.

Der Inhaltsstoff wird für die leicht antibiotische Wirkung des Spitzwegerichs verantwortlich gemacht.

So ist seine überlieferte Anwendung bei Verletzungen und schlecht heilenden Wunden und Hämorrhoiden zu erklären. Wenn dieses Anwendungsgebiet heute auch bedeutungslos wurde, bleibt für den Wegerich als Hausmittel noch ein Bereich empfehlenswert. Auf Insektenstiche aufgelegt, werden die gewaschenen, zerquetschten Blätter ihre entzündungswidrige, abschwellende Wirkung nur selten verfehlen.

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