Dialyseverein Lingen

Salbei

Salbei

Gartensalbei, Edelsalbei, Müslikraut, Salver

Salvia officinalis, Salviae folium

Inhaltsstoffe:

Ätherisches Öl mit dem wertbestimmenden a-ß- Thujon und weiteren Terpenen, Gerbstoffe, Bitterstoff

Allgemeines:

„Salvia“ wird vom lateinischen salvare = heilen abgeleitet. Der echte Salbei, ein typischer Lippenblütler, darf nicht mit dem heimischen Wiesen- Salbei verwechselt werden, der nicht so heilkräftig ist.

Der echte Salbei stammt aus dem Mittelmeerraum, wird aber bei uns in vielen Gärten und Kulturen gezogen.

Beim Salbei sei nachdrücklich auf die Verwendung als Küchenwürzpflanze verwiesen.

Anwendung:

Der Salbeitee ist das wirksamste Mittel aus der Heilkräuterkunde zum Gurgeln bei allen Entzündungen im Mund- und Rachenraum, bei Zahnfleischentzündungen, Zahnfleischblutungen oder kleinen Geschwüren oder Fisteln im Zahnfleisch.

Für den Tee zum Gurgeln und für Mundspülungen nehme man gut zwei Esslöffel getrocknete Salbeiblätter auf einen halben Liter Wasser. Der Tee wird als Aufguss zubereitet (zehn bis fünfzehn Minuten ziehen lassen).

Bei akuten Beschwerden möglichst stündlich gurgeln oder spülen. Sehr bekannt ist die Anwendung von Salbeitee gegen Nachtschweiß. Wirksam ist die Droge gegen den Nachtschweiß aber nur in einer recht hohen Dosierung (cirka zwei bis drei Teelöffel Salbeiblätter je Tasse). Diese Dosierung wird wegen des hohen Gehaltes an Gerbstoffen und Terpenen aber nicht immer gut vertragen.

Der Salbeitee empfiehlt sich schließlich bei körperlicher Schwäche sowie zur Unterstützung des Magens und der Verdauung. In diesen Fällen ist der Aufguss von einem Teelöffel Salbeiblättern je Tasse Wasser ausreichend (zwei Tassen Tee täglich trinken).

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