Dialyseverein Lingen

Mistel

Mistel

Viscum album, Visci herba

Inhaltsstoffe:

Acetylcholin, Cholin, Cholinester, Glykoside von saponinartigen Charakter

Allgemeines:

Wodurch ist wohl der Platz der Mistel in der Mythologie bedingt? Vielleicht, weil diese Pflanze als Schmarotzer ihre Kraft aus der Wirtspflanze, viel größeren und dennoch wehrlosen Bäumen zieht.

Gleichgültig, wie es sein mag, die Mistel ist heute insbesondere als blutdruckregulierende Heilpflanze sehr geschätzt.

Anwendung:

Bluthochdruck, Altersherz, Arterienverkalkung: In Leichten Fällen kann die regelmäßige Einnahme von Misteltee oder -tropfen „in Apotheken und Reformhäusern erhältlich“ zur Normalisierung des Blutdruckes, auch des zu niedrigen Druckes, ausreichend sein.

In schweren Fällen können in Abstimmung mit dem Arzt die Mistelpräparate die Behandlung unterstützen oder einen Teil der synthetisch hergestellten Medikamente ersetzen.

Die Mistel besitzt darüber hinaus allgemeine Stoffwechselwirkungen, die sich auch besonders in einer Anregung der Verdauungsdrüsen und der Hautdrüsen äußern. Es kommt zu einer allgemeinen Entlastung des Organismus, die sich naturgemäß auch auf das gesamte Befinden günstig auswirken kann.

Da durch Erwärmen der Mistel die Wirkung herabgesetzt wird, ist der Misteltee nur als Kaltauszug zu trinken. Dabei werden zwei bis drei Teelöffel Mistelkraut auf eine Tasse kaltes Wasser gegeben. Den Ansatz sechs bis acht Stunden ziehen lassen und abseihen.

Der Vollständigkeit halber muss hier aufgeführt werden, dass Mistelpräparate heute oft bei Krebserkrankungen – meist ergänzend, manchmal alternativ – zur Verbesserung der Lebensqualität eingesetzt werden. Diese Präparate, meist als Injektionen angewendet, können zum Beispiel helfen die Nebenwirkungen der Chemotherapie zu mildern.

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