Dialyseverein Lingen

Melisse

Melisse Melisse

Zitronenkraut, Zitronenmelisse, Frauenkraut

Melissa officinalis L., Millassae folium

Inhaltsstoffe:

Ätherisches Öl mit Citral, Citronellal, Citronellol, Linalool, Geraniol, Gerb- und Bitterstoffe, Flavonglykoside

Allgemeines:

Die Melisse ist eine ausdauernde, krautige Pflanze. Ihre Blätter sind mit vielen Drüsen besetzt, die das wirksame ätherische Öl enthalten, das zart nach Zitrone duftet. Deshalb wird die Melisse auch als Würzkraut für Salate, Suppen und Saucen in unseren Gärten angebaut. Ihre Heimat ist aber der östliche Mittelmeerraum.

Weil das ätherische Öl leicht flüchtig ist, empfiehlt sich auch hier der Gebrauch von standardisierten Auszügen in Form von Weingeist- und Ölpräparaten.

Neben der vorrangigen Verwendung der Melisse als Beruhigungsmittel weist ihr Volksname Frauenkraut auf die uralte Verwendung in „Frauentees“ hin.

Anwendung:

Bei nervösen Herz-, Magen- und Darmbeschwerden, Reizüberflutung, Stress, Einschlafstörungen, vegetative Dystonie (Störungen des unbewussten Nervensystems), Migräne, Angstzuständen und ähnlichen Beschwerden empfiehlt sich oft eine Melissenkur. Vier bis sechs Wochen lang werden täglich zwei bis drei Tassen Tee getrunken (vor allem abends vor dem Einschlafen). Es wird ein Aufguss von jeweils zwei Teelöffeln Melissenblättern mit einem viertel Liter heißem, nicht kochendem Wasser zubereitet. Zugedeckt zehn Minuten ziehen lassen.

Der Melissengeist als Arzneispezialität wird bei den gleichen Zuständen, vor allem tagsüber und auf Reisen sehr geschätzt.

Am Wochenende sollte die Teekur mit beruhigenden Melissen-Ölbädern (Fertigpräparate) noch unterstützt werden.

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