Dialyseverein Lingen

Huflattich

Huflattich

Brust-, Brand-, Ackerlattich, Heilblatt, Rosshuf

Tussilago farfara, Farfarae folium

Inhaltsstoffe:

Schleimstoffe, Bitterstoffe, Gerbstoff, Mineralsalze

Allgemeines:

Der Huflattich gehört zu unseren ältesten Heilpflanzen. Er wurde bereits im 11. Jahrhundert erwähnt. Schon sehr zeitig im Jahr, Ende Februar bis März, treibt der Huflattich seine gelben Blüten lange vor den Blättern, deren Form ihm seinen Namen geben. Für den Huflattich- Tee werden fast ausschließlich die Blätter verwendet.

Der Huflattich ist ein Korbblütler und seine Blüten sind, wenn auch deutlich, so doch dem Löwenzahn ähnlich. Mit dem Löwenzahn gemeinsam hat er auch seine Robustheit und die Anspruchslosigkeit an den Standort.

Lehm- und Kalkböden mag der Huflattich besonders gern. Er gedeiht an Wegrändern, Bahndämmen, auf Ödland, auf Schuttplätzen, in Steinbrüchen. Die Blattunterseite ist durch einen weißen Haarfilz gekennzeichnet.

Anwendung:

Bei Husten, insbesondere Reizhusten, Bronchitis, Erkältungsinfekten der oberen Luftwege ist Huflattichtee zu empfehlen. Er wird frühmorgens nüchtern als Aufguss von zwei bis drei gehäuften Teelöffeln zerschnittenen, getrockneten Huflattichblättern je Tasse getrunken.

Es ist praktisch, ihn bereits abends zuzubereiten und in einer Isolierkanne am Bett bereitzuhalten, damit er auch wirklich, vor allem nüchtern, getrunken wird. Dies hilft besonders, den in der Nacht angesammelten Schleim abzuhusten.

Selbst bei Staublunge und Lungenemphysem (Lungenblähung) kann der Huflattichtee in Ergänzung der ärztlichen Behandlung Erleichterung verschaffen. Natürlich ist die Einnahme mit dem Arzt abzustimmen. Dreimal täglich eine Tasse ist das rechte Maß. Nach zwei bis drei Wochen muss eine längere Pause eingelegt werden. Bei Mund- und Racheninfekten sollte zusätzlich mit dem Tee mehrmals täglich gegurgelt und ein Kopfdampfbad gemacht werden. Auch bei Hautausschlägen und zur Blutreinigung sei der Huflattich empfohlen.

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